Sammlung häufig gestellter Fragen in ungeordneter Reihenfolge

 

Ausgabe 2005/2006, alle vorherigen Ausführungen verlieren hiermit ihre Gültigkeit.

 

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Wir freuen uns über das rege Kundeninteresse an unseren Erzeugnissen und stellen nachstehend einen Fragenkatalog einschl. Antworten zur Verfügung, der historisch gewachsen ist.

Die Fragestellungen erfolgen jeweils aus Sicht der Interessenten, d.h. durch Praktiker, Planer, Sicherheitsbeauftragte, Kunden ohne besonders Fachpersonal, wodurch teilweise Überschneidungen nicht ausgeschlossen sind.


 

Wie erklärt sich die eigentliche Funktion des VOIGT-Hebers®?

Welchen Einfluss besitzt der Kondensatvordruck auf die Funktionsweise des VOIGT-Hebers®? 

Was ist eine Kampagne-Anlage?

Warum geben Sie die Förderleistung in l/min an?

Worauf begründet sich die geforderte Zulaufhöhe für einen VOIGT-Heber®?

Wie führe ich eine Funktionskontrolle beim VOIGT-Heber® durch?

Wie hoch muss Treibdampfdruck bei einem VOIGT-Heber® sein?

Was gehört zum Lieferumfang eines VOIGT-Hebers®?

Sind für den VOIGT-Heber® spezielle Armaturen erforderlich?

Welche Arbeitsmedien sind für einen VOIGT-Heber® gebräuchlich?

Welche Funktion besitzt ein VOIGT-Heber® in einer Eigendruck-Anlage?

Welche Wartungs- und Pflegearbeiten fallen bei einem VOIGT-Heber® an?

Was benötige ich für Ersatzteile?

Benötigt der VOIGT-Heber® Fundamente?

Wie realisiert man beim VOIGT-Heber® eine Vorrangschaltung?

Wie arbeitet ein VOIGT-Heber® unter Vakuum?

Warum schlagen Sie in Puffer- oder Sammelbehältern getauchte Rohrleitungen vor?

Was versteht man unter dem Begriff Entlüftungs- oder Entspannungsleitung?

Warum soll am Hochpunkt der Entlüftungsleitung ein Disco-Ventil vorgesehen werden?

Welche Medien kann man mit einem VOIGT-Heber® fördern?

Warum sehen Sie im Zulauf und in der Druckleitung des VOIGT-Hebers® keine Zwischenflanschrückschlagventile (Disco-Ventile) vor?

Woher kommt die Bezeichnung „VOIGT-Heber“?

Wie erfolgt die Ersatzteilversorgung für einen VOIGT-Heber?

Was ist bei der Montage eines VOIGT-Hebers® besonders zu beachten?

Ist für den Betrieb eines VOIGT-Hebers® eine Mindestfördermenge erforderlich?

Wie kann ich die Funktion des VOIGT-Hebers® fernüberwachen?

Was versteht man unter einem „Zubringer“ in verzweigten Netzen?

Warum soll die Feder des zulaufseitigen Rückschlagventils ausgebaut werden?

Wie kann man bei einer Freiluftaufstellung des VOIGT-Hebers® ein Einfrieren verhindern?

Wie hoch ist der Dampfbedarf für den Betrieb eines VOIGT-Hebers®?

Warum ist in Ihrem Standardschema der Endpunkt der Entlüftungsleitung des VOIGT-Hebers® im Sammler als Siebrohr dargestellt?

Nach welchen Bauvorschriften wird der VOIGT-Heber® hergestellt?

Aus welchen Werkstoffen wird der VOIGT-Heber® hergestellt?

Wann und wie übernimmt der VOIGT-Heber® die Funktion eines Kondensatableiters?

Wird die Zulaufhöhe zum VOIGT-Heber® hinfällig, wenn das ankommende Kondensat unter Überduck steht?

Was muss ich bei einem geschlossenen Kondensat-System beachten?

Worin besteht der Unterschied zwischen VOIGT-Heber® und ähnlichen Produkten? 

Welche Angaben sind für die Auslegung eines VOIGT-Hebers® wichtig?

Wie arbeitet ein VOIGT-Heber® als Lauge- oder Kondensatentspanner?

Warum ist bei einem VOIGT-Heber® Kavitation ausgeschlossen?

Für welche Parameter ist ein VOIGT-Heber® ausgelegt?

Inwieweit entspricht der VOIGT-Heber® industriellen Ansprüchen?

Was ist bei einem VOIGT-Heber® bei Redundanz zu beachten?

Kann ein VOIGT-Heber® auch direkt ansaugen?

Was ist in ex-geschützten Anlagen zu beachten?

Arbeitet ein VOIGT-Heber® kontinuierlich?

Welches Spezialpersonal wird beim Einbau eines VOIGT-Hebers® benötigt?

Worauf begründet sich die von Ihnen beschriebene Zuverlässigkeit des VOIGT-Hebers®?

Welche Leistungsbereiche werden durch einen VOIGT-Heber® abgedeckt?

Warum besitzt der VOIGT-Heber® keine Wasserstandsanzeige?

Wie ist der Inhalt eines Sammelbehälters zu dimensionieren?

Welche Zertifikate gehören zur Lieferung eines VOIGT-Hebers®?

Was sind die Vorteile eines VOIGT-Hebers gegenüber Pumpenanlagen?

Warum ist ein VOIGT-Heber® unempfindlich gegen hohe Temperaturen?

Wo sind die Einsatzgrenzen eines VOIGT-Hebers®?

Warum empfiehlt sich der VOIGT-Heber® besonders im Anlagenbau?

Warum wird für den VOIGT-Heber® kein liegender Arbeitsbehälter verwendet?

Muss beim Einsatz von VOIGT-Hebern® Redundanz vorgesehen werden?

 

 

 

Wie erklärt sich die eigentliche Funktion des VOIGT-Hebers®?

 

Prinzipiell arbeitet der VOIGT-Heber® anstelle einer Pumpe, ist aber für diese als ein höherwertiger Ersatz zu verstehen.

 

Das Kondensat fließt dem VOIGT-Heber® aus einem vorgeschalteten Sammelbehälter, Sammelschiene oder Verbraucher über dessen Saugleitung zu.

 

Diese Behälter sind wesentlich kleiner als bei herkömmlichen Pumpenanlagen und liegen über die gesamte Typenreihe bei einem Inhalt von lediglich 100 bis 600 l.

 

Mit steigendem Flüssigkeitsspiegel im VOIGT-Heber® bewegt sich der eingebaute Schwimmer aufwärts und betätigt in seiner Hochstellung über einen Schaltring die außen angeblockte Steuerung, nachdem er seinen vollen Auftrieb erreicht hat.

 

Dabei öffnet sich das Dampfeinlassventil, das in der Saugleitung befindliche Rückschlagventil schließt sich mit leichtem und geräuschlosem Aufsetzen.

Der Fördervorgang ist damit eingeleitet. Der Druck im VOIGT-Heber® baut sich unabhängig vom Treibdampf- bzw. Arbeitsdampfdruck in Höhe des Druckes in der Druckleitung auf, das Kondensat wird verdrängt.

 

Aufgrund thermodynamischer Einbauten trifft der Dampf durch Druck- und Temperaturschichtungen (zunächst entspannter Dampf wird wieder komprimiert) ausgesprochen elastisch auf die Flüssigkeitssäule im Arbeitsraum des VOIGT-Hebers® auf, wodurch auch der Fördervorgang fast geräuschlos (geringfügige Strömungsgeräusche) und vor allem schlagfrei abläuft.

 

Mit sinkendem Kondensatspiegel im VOIGT-Heber® gleitet der eingebaute Schwimmer abwärts und betätigt in seiner Endstellung über den unteren Schaltring erneut die Steuerung, wodurch sich das Dampfeintrittsventil schließt und das Entspannungsventil geöffnet wird.

 

Der Restdampf wird über die angeschlossene Entlüftungs- bzw. Entspannungsleitung bei gleichzeitigem Nachströmen von Kondensat in den Sammler geführt.

 

Damit ist ein Arbeitsspiel beendet, das nächste beginnt. Der VOIGT-Heber® arbeitet so lange, wie Kondensat zur Verfügung steht, setzt sich automatisch still, wenn kein Kondensat zufließt. Er beginnt ebenfalls sofort automatisch zu arbeiten, wenn wieder Kondensat anfällt oder arbeitet auf diese Weise kontinuierlich je nach Kondensatanfall im Dauerbetrieb.

 

Die Taktzeit liegt bei etwa 40 Sekunden, wobei die Zulaufzeiten im Verhältnis zum Fördervorgang bei etwa 2:1 liegen.

 

Eine detaillierte Darstellung der Funktionsweise finden Sie hier.

 


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Welchen Einfluss besitzt der Kondensatvordruck auf die Funktionsweise des VOIGT-Hebers®?

 

Während der Zulaufphase ist der VOIGT-Heber® über seine Entspannungsleitung mit dem Pufferbehälter oder dem Verbraucher verbunden.
Damit besteht ein Druckausgleich, wodurch das Kondensat drucklos, unter Über-druck oder unter Vakuum dem VOIGT-Heber® frei zulaufen kann.
Somit hat der Kondensatvordruck keinen Einfluss auf die Funktionsweise des VOIGT-Hebers®. Seitens des Herstellers muss allerdings eine zugehörige Aus-wahl für die Sitzfläche des Dampfeinlassventils erfolgen.
Bei stark schwankenden Kondensatvordrücken ist einer Anfrage beim Herstel-ler erforderlich.
 

 


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Was ist eine Kampagne-Anlage?

 

Bei bestimmten Prozessen unterscheiden sich Grund- und Spitzenlast sehr erheblich.

 

Es empfiehlt sich daher, für die Grundlast einen VOIGT-Heber® geringerer Leistung einzusetzen, der sich überwiegend oder ständig in Betrieb befindet.

Für die Spitzenlast wird ein weiterer VOIGT-Heber® entsprechender Leistung eingesetzt, der sich automatisch zuschaltet, sobald der Kondensatspiegel im Pufferbehälter oder im Verbraucher über ein bestimmtes Niveau ansteigt (getauchte Rohre).

 

Das Zulaufrohr des Hebers 1 endet z.B. auf einem Niveau von 150 mm über der Behälterunterkante.

 

Diese Höhe wird bei normaler Arbeitsweise nur geringfügig überschritten.

Das Zulaufrohr für den Heber 2 (Spitzenlast, Redundanz) endet bei einem Niveau von 250 mm über der Unterkante des Sammelbehälters.

Steigt der Kondensatspiegel im Behälter auf dieses Niveau an, setzt sich der Heber 2 automatisch in Betrieb und schaltet sich ebenso automatisch wieder ab, sobald der Kondensatspiegel absinkt.

 

Diese Situation würde auch eintreten, falls z.B. am Heber 1 ein Problem bestehen würde.

 


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Warum geben Sie die Förderleistung in l/min an?

 

Bei Anlagenauslegungen wird für die Leistung überwiegend die Zeiteinheit m³/h angegeben. Es ist aber nicht davon auszugehen, dass die Fördermenge kontinuierlich über die gesamte Zeitschiene anfällt. Leistungsangaben pro Stunde erfolgen deshalb oft unter Vernachlässigung dieser Kontinuität, d.h. das Kondensat kann durchaus in Intervallen mit einer erheblich kürzeren Zuflusszeit anfallen.

 

Pumpenanlagen sind deshalb in der Regel überdimensioniert und können somit Spitzenlasten abfangen.

 

Da der VOIGT-Heber® vollautomatisch arbeitet, wenn Kondensat zufließt, also ausschließlich vom Kondensatzufluss gesteuert wird, kann er bei einer Leistungsangabe in l/min. genauer auf die zu erwartende Spitzenlast ausgelegt werden.

 


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Worauf begründet sich die geforderte Zulaufhöhe für einen VOIGT-Heber®?

 

Der freie Zulauf zu einem VOIGT-Heber® beruht auf dem Prinzip kommunizierender Gefäße. In der Zulaufphase erfolgt ein Niveau- und  Druckausgleich zwischen dem Sammelbehälter und dem VOIGT-Heber®.

 

Das Kondensat hat dabei die Widerstände in der Zulaufleitung (Rohrleitung und Armaturen) zu überwinden und außerdem muss eine Mindestströmungsgeschwindigkeit gewährleistet werden, um die Leistungsparameter zu erreichen.

 

Zum Einsatz gelangen handelsübliche Armaturen unterschiedlicher Bauart und Qualität, was bei der Bemessung der Zulaufhöhe berücksichtigt ist.

Die Angabe von extrem niedrigen Zulaufhöhen wie bei einigen Konkurrenzprodukten wäre ein untaugliches Verkaufsargument.

 

Bei Überdruckkondensaten kann allerdings die vorgeschriebene Zulaufhöhe verringert werden oder wegfallen, wenn die Entspannungsleitung des VOIGT-Hebers® in eine Leitung mit niedrigerem Druck eingebunden wird.

 


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Wie führe ich eine Funktionskontrolle beim VOIGT-Heber® durch?

 

Am Geräuschpegel im Umfeld von Industrieanlagen kann man das Arbeiten des VOIGT-Hebers® nicht feststellen.

 

Dass der VOIGT-Heber® arbeitet, stellt man am Ausschlag des aufgesetzten Betriebsmanometers fest, welcher bei jedem Arbeitshub erkennbar ist.

Falls tatsächlich eine Fernüberwachung gewünscht ist, lässt sich diese durch ein Kontaktmanometer realisieren.

 

Außerdem kann am Behälter der Höchststand des Kondensatspiegels kontrolliert werden. Ein diesbezügliches Füllstandssignal würde melden, dass am Heber ein Problem besteht.

 


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Wie hoch muss Treibdampfdruck bei einem VOIGT-Heber® sein?

 

Der Mindestdruck soll bei 2 bar liegen und 15 bar nicht überschreiten.

 

Der tatsächliche Treibdampfdruck stellt sich gem. dem Gegendruck in der angeschlossenen Druckleitung, d.h. dieser Druck baut sich auch nur im VOIGT-Heber® in diese Höhe auf. Um die Masseträgheit überwinden zu können und um eine zuverlässige Förderung zu gewährleisten, soll der Treibdampfdruck etwa 0,3 bar über dem Gegendruck liegen.

 


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Was gehört zum Lieferumfang eines VOIGT-Hebers®?

 

Der VOIGT-Heber® wird als vollautomatisch funktionierende Fördereinrichtung geliefert.

 

Darüber hinaus gibt es folgende Liefervarianten:

  • mit allen zugehörigen Armaturen, Betriebsmanometer

  • mit Sammel- bzw. Pufferbehälter

  • komplett intern verrohrte Anlage mit Armaturen und Sammler für Stapler- oder Kranmontage (Komplettstation für drucklose Fahrweise oder für Überdruck bzw. Vakuum)

 


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Sind für den VOIGT-Heber® spezielle Armaturen erforderlich?

 

Nein.
Das gesamte Konzept des VOIGT-Hebers beruht auf dem Einsatz handelsüblicher Armaturen, die jedoch keine komplizierten Einbauten besitzen sollen.
 

 


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Welche Arbeitsmedien sind für einen VOIGT-Heber® gebräuchlich?

 

Bei Kondensatförderung bietet sich in erster Linie Dampf als Treib- bzw. Arbeitsmedium an.

 

Es können aber auch Inertgase, Stickstoff oder Druckluft verwendet werden.

 


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Welche Funktion besitzt ein VOIGT-Heber® in einer Eigendruck-Anlage?

 

Wenn Kondensat mit Eigendruck zurückgewonnen werden kann, ist das die einfachste Lösung.

 

In vielen Fällen kommen aber Eigendrucksysteme bei Druckschwankungen zu einem Teilstillstand bzw. entleeren sich die Systeme zu langsam. Ein oder mehrere VOIGT-Heber® kleinerer Leistung werden deshalb an geeigneten Schlüsselstellen als sog. Beschleuniger zwischengeschaltet. Kommt es nun zu einem Stau steigt der Kondensatspiegel im VOIGT-Heber®, wodurch dieser automatisch kurzzeitig in Betrieb gesetzt wird. Sind im System wieder normale Fließgeschwindigkeiten erreicht, setzt sich der VOIGT-Heber® ebenso automatisch wieder still.

 


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Welche Wartungs- und Pflegearbeiten fallen bei einem VOIGT-Heber® an?

 

Ein VOIGT-Heber® arbeitet bei Einhaltung der vorgegebenen Einsatz- bzw. Rahmenbedingungen grundsätzlich wartungsfrei und benötigt auch keinerlei Pflege.

 


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Was benötige ich für Ersatzteile?

 

Der VOIGT-Heber® arbeitet auch unter schwierigen Bedingungen über viele Jahre störungs- und wartungsfrei, weshalb eine Ersatzteilhaltung im Normalfall nicht erforderlich ist.

 

Die extern angebrachte Steuerung kommt mit dem Fördermedium nicht in Berührung, kann also durch häufigen Temperaturwechsel oder Ablagerungen keinen Schaden nehmen.

 

Sollte dennoch ein Störungsfall auftreten, lässt sich der Steuerblock durch Lösen weniger Schraubverbindungen leicht demontieren und austauschen.

Dies trifft auch für den eingebauten Edelstahlschwimmer zu.

Weitere Bauteile sind für die Funktion nicht erforderlich. In seltenen Fällen werden diese Teile zusätzlich zu einer Lieferung bestellt.

 


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Benötigt der VOIGT-Heber® Fundamente?

 

Nein. Es wird lediglich eine glatte und ebene Aufstellungsfläche benötigt.

Bei der Ausführung in Schweißkonstruktion sind die Standfüße mit dem Fußboden zu verschrauben.

 


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Wie realisiert man beim VOIGT-Heber® eine Vorrangschaltung?

 

Der VOIGT-Heber® fördert das Kondensat kontinuierlich zur Verwendungsstelle bzw. in das Kesselhaus.

 

Um eine Überspeisung des Kessels zu vermeiden, kann zu einem bestimmten Zeitpunkt eine Kondensatzuführung unerwünscht sein. In solchen Fällen genügt eine Fernsperre mit geringen Stellkräften in der Entlüftungsleitung des VOIGT-Hebers® (Magnetventil), wodurch diesem kein Kondensat mehr zufließen kann. Der VOIGT-Heber® setzt sich automatisch still und läuft ebenso automatisch wieder an, sobald die Sperre aufgehoben ist.

 


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Wie arbeitet ein VOIGT-Heber® unter Vakuum?

 

Der VOIGT-Heber® muss in diesem Falle mit dem Verbraucher bzw. dem Pufferbehälter über seine Entspannungsleitung verbunden sein.

 

In der Zulaufphase zum VOIGT-Heber® ist das Dampfauslassventil des Steuerblocks geöffnet, wodurch eine freie Verbindung zum unter Vakuum stehenden Sammler, Kondensator oder sonstigem Verbraucher besteht und somit ein allseitiger Druckausgleich besteht (gleiches Vakuum auch im VOIGT-Heber®).

 

Dadurch läuft das Kondensat dem VOIGT-Heber® frei zu, wobei es prinzipiell unerheblich ist, welche Druckverhältnisse bestehen. Somit kann der Kondensatvordruck auch gleitend in den drucklosen oder Überdruckbereich wechseln.

 

Ein Hauptvorteil beim Einsatz eines VOIGT-Hebers® liegt darin, dass dieser nur arbeitet bzw. arbeiten kann, wenn Kondensat zufließt bzw. zur Verfügung steht. Demnach sind keinerlei Regelungen erforderlich, Kavitation ist ausgeschlossen.

 

Eine Ausschleusung des Kondensates erfolgt zuverlässig und problemlos ohne jegliche regeltechnische Einrichtungen.

 


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Warum schlagen Sie in Puffer- oder Sammelbehältern getauchte Rohrleitungen vor?

 

Bei Kondensatanlagen ist es zweckmäßig, jedoch nicht Bedingung, die ankommenden Rohrleitungen getaucht auszuführen, um eine Phasentrennung zu begünstigen.

 

Meist befinden sich im Kondensatstrom mitgerissene Dampfblasen, die schneller kondensieren, wenn eine Einleitung unterhalb des Kondensatspiegels im Behälter erfolgt.

 

Um einen ständigen Kondensatspiegel gewährleisten zu können, wird das Zulaufrohr zum VOIGT-Heber® ebenfalls getaucht ausgeführt. Unterhalb dieses Kondensatspiegels endet auch die Entspannungsleitung des VOIGT-Hebers®, wodurch der Restarbeitsdampf schneller kondensiert und sich kein unnötiges Dampfpolster aufbaut.

 


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Was versteht man unter dem Begriff Entlüftungs- oder Entspannungsleitung?

 

Bevor sich der VOIGT-Heber® nach einem Arbeitshub wieder füllen kann, muss die Arbeitsdampfrate evakuiert werden.

 

Dies geschieht über die sog. Entlüftungs- oder Entspannungsleitung, die mit dem Sammelbehälter oder dem Verbraucher verbunden ist.

Der Restdampf wird dadurch wieder in das Kondensat eingeleitet, gibt an dieses seine Wärme ab und bleibt auch masseseitig als Kondensat dem System erhalten.

 

Wir nennen diese Leitung deshalb auch Energiespar- bzw. Energierückgewinnungsleitung.

 


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Warum soll am Hochpunkt der Entlüftungsleitung ein Disco-Ventil vorgesehen werden?

 

Es ist darauf zu achten, dass sich in der Entlüftungsleitung des VOIGT-Hebers® möglichst wenig Kondensat anstaut, da andernfalls ein Gegendruck zur Kondensatzulaufleitung aufgebaut würde. Dies soll vermieden werden.

 

Das vorerwähnte Disco- bzw. Zwischenflanschrückschlagventil DN 25 verhindert dabei, dass Kondensat aus dem Sammelbehälter in die Entlüftungsleitung ausdampfen und sich dort niederschlagen kann.

 

Bei längeren Stillstandszeiten kann außerdem im VOIGT-Heber® gegenüber dem Sammler eine Untertemperatur entstehen, wodurch Kondensat in die Entspannungsleitung gesaugt werden könnte.

 


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Welche Medien kann man mit einem VOIGT-Heber® fördern?

 

Grundsätzlich können alle flüssigen Medien, sofern sie keine Haft- oder Klebeeigenschaften besitzen, mit dem VOIGT-Heber® gefördert werden.

Bei aggressiven Medien oder in der Reinsttechnik wird der VOIGT-Heber® materialseitig entsprechend ausgeführt.

 

Dies bezieht sich auf Heizungs- bzw. Prozesskondensate, auf Emulsionen, Benzole, Leichtöle, Wasser-Ölgemische, Säuren, Laugen bzw. allgemein auf Produktförderung in der chemischen Industrie, in Raffinerien oder in der Lebensmittelindustrie.

 

Als Treibmedium werden von Fall zu Fall Dampf, Inertgase, Stickstoff oder Druckluft eingesetzt.

 


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Warum sehen Sie im Zulauf und in der Druckleitung des VOIGT-Hebers® keine Zwischenflanschrückschlagventile (Disco-Ventile) vor?

 

Auf den ersten Blick scheinen Zwischenflanschrückschlagventile bezüglich des Platzbedarfes einen Vorteil zu besitzen.

 

Da diese Ventile bei jedem Arbeitshub und unter meist hohen Temperaturen belastet werden, ist eine frühzeitige Federermüdung und somit ein Systemausfall möglich.

 

Diesbezügliche Hersteller liefern keine konkreten Prognosen hinsichtlich möglicher Lastspiele.

 


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Woher kommt die Bezeichnung „VOIGT-Heber“?

 

Kondensate fallen in der Regel an der tiefsten Stelle einer Anlage an.

Demzufolge muss das zur Wiederverwendung bestimmte Kondensat zur Weiterverwertung auf ein bestimmtes Niveau wieder angehoben werden. Das geschieht mit einem Kondensatheber oder mit elektrisch betriebenen Kreiselpumpenanlagen.

 

In über 40-jähriger Tradition hat sich der Name „VOIGT-Heber®“ als Industriestandard qualifiziert, wodurch sich dessen Namen in der Industrie und im Anlagenbau eingebürgert hat. So gesehen ist die Bezeichnung „VOIGT-Heber®“ keine Eigenerfindung.

 


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Wie erfolgt die Ersatzteilversorgung für einen VOIGT-Heber?

 

Der VOIGT-Heber ist aufgrund seiner einfachen und robusten Bauweise so konzipiert, dass er viele Jahre bei ständiger Verfügbarkeit pflege- und wartungsfrei arbeitet und demzufolge keine Ersatzteile benötigt werden.

 

Sollten zu einem späteren Zeitpunkt tatsächlich einmal Probleme auftreten, würden sich diese lediglich auf den angebauten Steuerblock und den eingebauten Schwimmer erstrecken können. Beides kann sehr leicht und ohne Spezialpersonal ausgetauscht werden.

 

Ersatzschwimmer und Steuerblock sind jederzeit ab Lager lieferbar. Der Steuerblock ist aber auch im Austausch nach werksseitiger Überholung lieferbar.

 

Außerdem steht ein Servicebereich für den örtlichen Einsatz zur Verfügung.

 


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Was ist bei der Montage eines VOIGT-Hebers® besonders zu beachten?

 

Unter Einhaltung der vorgeschriebenen Rahmenbedingungen (Zulaufhöhe, ausrei-chender Treibdampfdruck) ist der VOIGT-Heber entsprechend der Montageanleitung lediglich mit den Rohrleitungen zu verbinden. Da weder Elektrik noch Elektronik zum Einsatz gelangen, kann die Montage problemlos von Rohrleitungsmonteuren durch-geführt werden. Es ist jedoch wichtig, dass die eingangsseitigen Rückschlag-ventile für das Kondensat direkt an den VOIGT-Heber® angeflanscht werden.
Der VOIGT-Heber® ist direkt unter dem Sammler aufzustellen, um eine sehr kurze Zulaufleitung realisieren zu können.
Auch die Entspannungsleitung ist so kurz wie möglich auszuführen.
 

 


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Ist für den Betrieb eines VOIGT-Hebers® eine Mindestfördermenge erforderlich?

 

Nein.

 

Fließt das Kondensat sehr langsam zu oder fällt teilweise überhaupt kein Kondensat an, verharrt der VOIGT-Heber® in der Zulaufstellung und beginnt erst wieder zu arbeiten, wenn in diesem der Kondensatspiegel soweit angestiegen ist, dass der interne Schwimmer den Steuerblock betätigen und den Fördervorgang auslösen kann.

 


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Wie kann ich die Funktion des VOIGT-Hebers® fernüberwachen?

 

Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten.

 

Die Druckverhältnisse im VOIGT-Heber® wechseln bei jedem Arbeitshub. Über ein Kontaktmanometer können diese Druckimpulse übertragen werden.

 

Weiterhin kann die Sammelbehälter mit einer Niveaumessung versehen werden. Sobald der Kondensatspiegel eine bestimmte Höhe übersteigt, würde dies auf ein Problem hindeuten.

 


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Was versteht man unter einem „Zubringer“ in verzweigten Netzen?

 

Um den maschinellen Aufwand sowie die Anschaffungskosten in Grenzen zu halten, wird in der Anlagentechnik oft versucht, möglichst viele unterschiedliche Kondensatleitungen auf einen gemeinsamen Sammelbehälter zu führen.

 

Dies hat den Nachteil, dass sich diese Leitungen wegen ihrer unterschiedlichen Drücke gegenseitig negativ beeinflussen. In der Regel werden deshalb diese Behälter als offene Anlage betrieben, d.h. die Überdrücke werden über eine ins Freie gehende Wrasenleitung abgebaut. Dampffahnen und Umweltbeeinträchtigungen sind die Folge, wobei insbesondere auch die teilweise erheblichen Energieverluste zu benennen sind.

 

Bei sinnvollen Planungen hat sich daher eine Systementkopplung bewährt, d.h. Leitungen gleicher Drücke werden auf kleinere Fördereinheiten geführt, die das Kondensat dann aus geschlossenen Behältern mit Zwangsführung verzögerungsfrei auf Hauptstationen oder in Ringleitungen fördern.

 

Diese kleineren Einheiten, die das Kondensat aus Zwischensammlern oder Einzelverbrauchern den Hauptstellen zuführen, bezeichnen wir als Zubringer.

Da dies bei einem VOIGT-Heber® in jedem Falle vollautomatisch geschieht, führt das zu einer wesentlich stabileren Anlagenfahrweise, ohne dass hier eine komplizierte Technik eingesetzt werden muss.

 


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Warum soll die Feder des zulaufseitigen Rückschlagventils ausgebaut werden?

 

Der Strömungswiderstand in der Zulaufleitung zum VOIGT-Heber soll so gering wie möglich gehalten werden, um mit einer möglichst niedrigen Zulaufhöhe auskommen zu können.

 


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Wie kann man bei einer Freiluftaufstellung des VOIGT-Hebers® ein Einfrieren verhindern?

 

Wird der VOIGT-Heber® zur Kondensatförderung eingesetzt und erfolgt diese eini-germaßen kontinuierlich, entfallen zusätzliche Maßnahmen.
In kritischen Fällen oder bei nicht ausreichender Isolierung genügt eine einfache Mantelbeheizung mittels dampfbeheizten Rohrschlangen oder Heizbändern.
 

 


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Wie hoch ist der Dampfbedarf für den Betrieb eines VOIGT-Hebers®?

 

Es ist richtig, bei einem VOIGT-Heber® von Dampfbedarf und nicht von Dampfver-brauch zu sprechen, da dessen Arbeitsdampf wärme- und masseseitig dem System erhalten bleibt.
Um 1 m³ Kondensat zu verdrängen, wird 1m ³ Dampf benötigt.
Bei einem angenommenen Gegendruck in der Kondensatförderleitung von 2 bar werden somit 1,67 kg Dampf für das Verdrängen von 1 m³/h Kondensat benötigt.
Hierbei ist jedoch ein ausreichender Massenstrom unbedingt zu beachten.
Die Verdrängungszeit je Arbeitshub liegt bei 15 bis 20 Sekunden.
Für diesen Zeitzyklus muss der Massenstrom des Treibmediums vorgehalten werden, wofür gem. dem vorstehenden Beispiel 5,01 kg/h bzw. 6.86 kg/h hoch-gerechnet zur Verfügung stehen müssen.
Dies ist bei Zuführungsleitungen oder z.B. bei der Auslegung von Druckredu-zierstationen unbedingt zu beachten.
 

 


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Warum ist in Ihrem Standardschema der Endpunkt der Entlüftungsleitung des VOIGT-Hebers® im Sammler als Siebrohr dargestellt?

 

Wie bereits in anderen Zusammenhängen dargestellt, ist es immer zweckmäßig, in Sammlern eine Phasentrennung zwischen Dampf und Kondensat zu begünstigen.

 

Tritt der Restdampf über die Entspannungsleitung unterhalb des Kondensatspiegels über diese Siebbohrungen in den Sammler ein, kondensiert dieser Dampf erheblich schneller.

 


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Nach welchen Bauvorschriften wird der VOIGT-Heber® hergestellt?

 

VOIGT-Heber® werden grundsätzlich nach dem jeweils aktuellsten nationalen bzw. internationalen Regelwerk und relevanten Normen hergestellt (DGRL 97/23/EG, ASME). Länderspezifische Vorschriften werden dabei berücksichtigt.

 

Die drucktragenden Teile werden generell einer TÜV-Einzelabnahme unterzogen. Hierfür anfallende Kosten sind in den Preisen inbegriffen.

 


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Aus welchen Werkstoffen wird der VOIGT-Heber® hergestellt?

 

Die Gehäuse der VOIGT-Heber® werden standardmäßig nach zwei Varianten hergestellt.

 

Es gibt eine Ausführung komplett aus dem Werkstoff EN-GJS-400-15 (GGG 40) bzw. nach ASTM/ANSI 60-40-18 und die Standardausführung, bei der der Druckbehälter aus einer Schweißkonstruktion in P265GH (H II) bzw. nach ASTM/ANSI in A 415 Gr. 60 besteht und die Aufbauten aus Gusswerkstoffen hergestellt sind.

 

Grundsätzlich können je nach Erfordernis alle schweißbaren Werkstoffe eingesetzt werden.

 

Sämtliche Innen- bzw. Funktionsteile bestehen aus hochwertigen und verschließfesten Edelstählen.

 


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Wann und wie übernimmt der VOIGT-Heber® die Funktion eines Kondensatableiters?

 

Diese Frage ist differenziert zu betrachten.

 

Grundsätzlich und zwangsläufig übernimmt der VOIGT-Heber® eine Teilfunktion des Kondensatableiters.

 

Der VOIGT-Heber® arbeitet nur, wenn Kondensat zufließt und der eingebaute Steuerschwimmer seinen Schaltpunkt bei entsprechendem Kondensatspiegel erreichen kann. In der Zulaufphase ist der VOIGT-Heber® über seine Saugleitung und über seine Entspannungsleitung (offenes Entspannungsventil intern) mit dem Sammler oder dem Verbraucher verbunden.

 

Tritt jetzt mitgerissener Dampf über die Saugleitung ein, bewirkt dies keinen Schwimmerauftrieb, d.h. der VOIGT-Heber® verharrt in der momentanen Arbeitsstellung.

 

Steigt der Druck bei einem durchschlagenden Kondensatableiter jedoch über den Druck an, der in der Druckleitung des VOIGT-Hebers herrscht, würde hier mitgerissener Dampf über diese Druckleitung abgeführt werden.

 

Man kann auch dies verhindern, wenn nach dem VOIGT-Heber® ein entsprechendes Druckbegrenzungsventil angeordnet würde.

 

Am Entspanner kann dagegen ein Kondensatableiter vor dem VOIGT-Heber® entfallen.

 

Sollte im Entspanner kein Kondensat mehr vorhanden sein, ist der VOIGT-Heber® über seine Entspannungsleitung mit dem Brüdenraum verbunden. Der diesbezügliche Kreislauf käme in den Ruhezustand, d.h. das System würde wieder automatisch zu arbeiten beginnen, sobald Kondensat wieder anfällt.

 


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Wird die Zulaufhöhe zum VOIGT-Heber® hinfällig, wenn das ankommende Kondensat unter Überduck steht?

 

Bei einer Standard-Anlage ist der Sammler oder der Verbraucher mit dem VOIGT-Heber® über dessen Entspannungsleitung verbunden. Dadurch herrscht Druckausgleich, d.h. der Zulaufüberdruck wird aufgehoben.

 

Bei zu geringer Zulaufhöhe empfiehlt sich daher, die Entspannungsleitung in ein System geringeren Druckes oder, wenn möglich, in den Entgaser einzuleiten.

 

Dieses Druckgefälle ersetzt die Zulaufhöhe, der Differenzdruck sollte je nach Heber-Typ zwischen 0,15 und 0,25 bar oder höher liegen.

 


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Was muss ich bei einem geschlossenen Kondensat-System beachten?

 

In der professionellen Kondensatwirtschaft sind geschlossene Systeme aus Energieeinsparungsgründen offenen Anlagen grundsätzlich vorzuziehen.
Bei offenen Anlagen entspannen sich Siedkondensate über die Wrasenleitung, was zu erheblichen Energieverlusten führt. Zudem geht auch die Masse des in der Atmo-sphäre kondensierenden Wrasendampfes dem Prozess verloren.
Außerdem werden bei Außerbetriebsetzung der Anlage durch das Erkalten des Kondensates beträchtliche Mengen an Sauerstoff eingesogen, was ein Korrodieren der Anlagen- und Rohleitungsteile beträchtlich fördert.
Allerdings ist der Sammler bei einem geschlossenen System durch ein Sicherheitsventil zu schützen oder so auszulegen, dass er dem vorhandenen Kondensatdruck standhält.
Da Kondensat und Dampf immer gewisse Mengen an Inertgasen bzw. Luft mit sich führen, ist bei geschlossenen Anlagen auf dem Behälter ein Entlüfter vor-zusehen.
 

 


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Worin besteht der Unterschied zwischen VOIGT-Heber® und ähnlichen Produkten?

 

Zunächst eine Aussage: Der VOIGT-Heber® funktioniert und ist bezüglich seiner Industrietauglichkeit unerreicht.

 

Weitere Ausführungen verbieten sich an dieser Stelle, bei genauer Betrachtungsweise werden die Vorteile des VOIGT-Hebers® schnell deutlich.

Im rauhen Kondensatbetrieb kommt es auf Einfachheit und Robustheit an. Filigrane oder rotierende Funktionsteile, Federn oder Kipp- bzw. Fallgewichte zur Totpunktüberwindung sind nicht geeignet, diese Anforderungen zu erfüllen.

 

Beim VOIGT-Heber® kommt auch das zu fördernde Medium nicht mit der Steuerung in Berührung – im Arbeitsraum des VOIGT-Hebers® befindet sich lediglich ein verklemmungsfrei und ausgesprochen stabil geführter Schwimmer.

Die Steuerung des VOIGT-Hebers® arbeitet so exakt, dass eine Funktion unter Überdruck oder Vakuum problemlos gewährleistet ist und keine verdeckte Ableitung des Entspannungsdampfes ins Freie erfolgt.

 

Die Herstellung erfolgt generell nach den aktuellsten nationalen oder internationalen Vorschriften des Druckbehälterbaus unter ausschließlicher Verwendung zugelassener und zertifizierter Werkstoffe mit TÜV-Einzelabnahme ohne Aufpreis.

 

Auch die Mitlieferung ausführlicher bzw. gesetzlich vorgeschriebener Dokumentationen stellt bei einem VOIGT-Heber® eine Selbstverständlichkeit dar.

 

Der Bau von VOIGT-Hebern® besitzt eine über 40-jährige Tradition mit entsprechenden Erfahrungen.

 

So sind z.B. die Volumina der Arbeitsbehälter sowie die Anschlussnennweiten so bemessen, dass ein Verdrängungssystem optimal betrieben werden kann. Die bezieht sich auf eine möglichst geringe Anzahl von Arbeitsspielen je Zeiteinheit (die Lastwechselzahl ist festigkeitsrelevant, die zulässige Wechselbeanspruchung beim VOIGT-Heber ist als dauerfest zertifiziert) und die Dimensionierung der Anschlussquerschnitte, um eine stoßartige Belastung der Folgeeinrichtungen bzw. Rohrsystem unbedingt zu vermeiden.

 

Die Rohanschlüsse sind grundsätzlich geflanscht ausgeführt, was auch für den Treib- und Entspannungsdampf zutrifft.

 

Ein VOIGT-Heber® arbeitet mit ca. 60 Arbeitsspielen pro Stunde, andere Erzeugnisse liegen hier sehr wesentlich darüber.

 


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Welche Angaben sind für die Auslegung eines VOIGT-Hebers® wichtig?

 

Für die einwandfreie Funktion eines VOIGT-Hebers® sind minimale Rahmenbedingungen zu erfüllen.

 

Zunächst ist dafür Sorge zu tragen, dass die minimale Zulaufhöhe gem. unseren Vorschriften eingehalten wird. Sie wird von Oberkante Fußboden zu Unterkante Sammler oder Verbraucher gemessen.

 

Der Treib- bzw. Arbeitsdampfdruck muss etwa 2 bar höher liegen, als der nach dem VOIGT-Heber® vorhandene Gegendruck.

 

Weiterhin ist die Förderleistung (l/min) bei Anfragen oder Bestellungen anzugeben.

Der Kondensatanfall soll maximal bei etwa 70 % der Förderleistung eines He-bers liegen.

 


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Wie arbeitet ein VOIGT-Heber® als Lauge- oder Kondensat-entspanner?

 

In der Zulaufphase ist das Entspannungsventil der integrierten Steuerung des VOIGT-Hebers® geöffnet.

 

Steht das über den Zulauf (Saugleitung) ankommende Kondensat unter Überdruck und soll entspannt werden, wird die Entspannungsleitung nicht mit dem vorgeschalteten Sammler verbunden, sondern auf ein System niedrigeren Druckes geführt.

 


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Warum ist bei einem VOIGT-Heber® Kavitation ausgeschlossen?

 

Das Kondensat fließt dem VOIGT-Heber® mit Systemdruck zu, d.h. es wird im Normalfall nicht direkt angesaugt, wodurch Kavitation ausgeschlossen ist.

 

Sollte die Entlüftungsleitung des VOIGT-Hebers® jedoch mit einem Vakuum-System bzw. mit einem Kondensator verbunden werden, erfolgt ein Ansaugen, welches jedoch auch unter ungünstigsten Verhältnissen nicht zu Kavitation führen kann.

 


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Für welche Parameter ist ein VOIGT-Heber® ausgelegt?

 

Da der VOIGT-Heber® überwiegend im Hochdruckbereich als Industriestandard ein-gesetzt wird, ist die Serienausführung auf -1 bis 30 bar bei 300 °C ausgelegt.
Höhere Drücke sind möglich, ebenso kann der VOIGT-Heber® aber auch in PN 16 oder PN 25 geliefert werden.
Die Steuerung ist für einen Treibdampfdruck von 2-15 bar verwendbar.
Die Förderleistungen pro Einzelgerät liegen bei 8 verschiedenen Typen zwischen 1,2 und 15
 m³/h.
 

 


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Inwieweit entspricht der VOIGT-Heber® industriellen Ansprüchen?

 

Entsprechend seiner werkstoff- und festigkeitsmäßigen Auslegungen für Dauerbetrieb genügt der VOIGT-Heber® höchsten technischen Ansprüchen und gilt allgemein als der Industriestandard.

 

Alle Anschlüsse sind geflanscht (auch Treibdampfanschlüsse), das System ist völlig geschlossen und damit auch leckagefrei.

 

Verwendet werden für die Herstellung ausschließlich für den Druckbehälterbau zugelassene Materialien mit den entsprechenden Einzelzertifikaten.

 

Aufgrund seiner allseits robusten Bauweise verfügt der VOIGT-Heber® über eine praktisch unbegrenzte Lebensdauer und ist vor allem definitiv industrietauglich.

 


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Was ist bei einem VOIGT-Heber® bei Redundanz zu beachten?

 

Theoretisch könnten beliebig viele VOIGT-Heber® an ein Sammelsystem angeschlossen sein, ohne dass sich diese gegenseitig beeinflussen.

 

Bei von uns vorgeschlagenen Systemen ragt die sog. Saugleitung bis zu einer bestimmten Höhe in den Sammler hinein, wodurch ein Mindestkondensatspiegel besteht. Bis zur Mündung dieses eingetauchten Rohres entleert der VOIGT-Heber® den Sammler bzw. pegelt sich der Wasserstand während des Betriebes auf dieses Niveau ein.

 

Wird aus Redundanzgründen ein weiterer VOIGT-Heber® eingesetzt, sollte dessen Zulaufmündung etwas höher liegen, als bei dem Haupt-Heber.

 

Steigt der Kondensatspiegel auf das Niveau der Leitungsmündung des Zweithebers an, setzt sich der Zweit-Heber vollautomatisch in Betrieb.

 

Man kann auf diese Niveaustufung allerdings auch verzichten, wodurch die VOIGT-Heber® automatisch wechselweise arbeiten.

 

Sollte tatsächlich ein VOIGT-Heber® ausfallen, ist dies am ausbleibenden Manometerausschlag sofort zu erkennen.

 

Bei einer Verbindung zu einem Leitstand kann ein Signalgeber das Ansteigen des Niveaus im Sammelbehälter melden. Ebenso wäre es möglich, über ein Kontaktmanometer die Arbeitsimpulse zu überwachen.

 


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Kann ein VOIGT-Heber® auch direkt ansaugen?

 

Im Normalbetrieb läuft das Kondensat dem VOIGT-Heber® zu.

 

In bestimmten Fällen kann aber die Entspannungsleitung des VOIGT-Hebers® mit einer Vakuumleitung verbunden werden, wodurch im Hebergehäuse ein Ansaugdruck entsteht.

 


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Was ist in ex-geschützten Anlagen zu beachten?

 

Ein verbreitetes Einsatzgebiet für den VOIGT-Heber® ist die z.B. die Fackelgasentwässerung oder die Förderung von Prozessflüssigkeiten, die leicht entflammbar sind. Beim Einsatz eines VOIGT-Hebers® sind in diesen Bereichen keine besonderen Vorkehrungen notwendig, da kein elektrisches Zubehör verwendet wird, Zündquellen also nicht vorhanden sind.

 


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Arbeitet ein VOIGT-Heber® kontinuierlich?

 

Diese Frage ist nicht eindeutig zu beantworten.

 

Gem. der Konzeption des VOIGT-Hebers® arbeitet diese intermittierend, d.h. ein Arbeitsspiel erstreckt sich auf das Füllen und das Entleeren in einer Intervallgesamtdauer von ca. 45 Sekunden.

 

Dabei wird jeweils der Inhalt des Arbeitsraumes gefüllt und entleert.

 

Dies erfolgt kontinuierlich, d.h. das Kondensat wird ständig in kleineren Mengen (Behälterinhalt) gefördert, wobei durch die elastische Arbeitsweise des VOIGT-Hebers® keinerlei Druckstöße in den angeschlossenen Rohrleitungen auftreten.

 

Der VOIGT-Heber® arbeitet dabei in direkter Abhängigkeit vom Kondensatanfall, d.h. solange Kondensat zufließt, wird dies ohne längere Verweilzeit sofort transportiert.

 

Aus diesem Grunde werden für den VOIGT-Heber® auch nur sehr kleine Sammelbehälter benötigt – anders als bei elektrisch betriebenen Pumpen, die zur Reduzierung der Schalthäufigkeit bedeutend größere Behälter benötigen.

Ausgehend davon, dass die Pumpe bei den erheblich längeren Schaltpausen dann bei einem Pumpvorgang sehr große Mengen in die Systeme fördert, kann man hier von diskontinuierlicher Kondensatrückförderung sprechen.

 


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Welches Spezialpersonal wird beim Einbau eines VOIGT-Hebers® benötigt?

 

Der VOIGT-Heber® ist eine rein mechanische Fördereinrichtung.

 

Da weder Elektrik noch Elektronik oder Hilfsenergien benötigt werden, erfolgt die Montage von Rohrleitungsmonteuren, also ohne spezielles Personal.

 


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Worauf begründet sich die von Ihnen beschriebene Zuverlässigkeit des VOIGT-Hebers®?

 

Alle Bau- und Funktionskomponenten eines VOIGT-Hebers® sind für eine maximale Belastung ausgelegt, die während einer bestimmungsgemäßen Nutzung praktisch nicht überschritten werden kann.

 

Die für den Einsatz erforderlichen Rahmen- und Leistungsbedingungen sind in unseren Vorschriften eindeutig formuliert, verkaufsorientierte Übertreibungen würden weder dem Kunden noch uns einen Nutzen bringen.

 

Attribute einer dauerfesten Anlage mit ständiger Verfügbarkeit und extrem hoher Lebensdauer sind vor allen Dingen die einfache und robuste Bauweise sowie das generelle Anlagenkonzept, nach welchem der VOIGT-Heber® sich nicht zuletzt selbst sehr schonend behandelt und schützt.

 

Der im Arbeitsraum befindliche Schwimmer hält extremen Belastungen stand und ist verklemmungsfrei geführt.

 

Die Steuerung ist an das Hebergehäuse außen angeblockt, kommt mit den zu fördernden Medien nicht in Berührung und besitzt keine rotierenden oder besonders gelagerten Bauteile. Ebenso werden keine ermüdungsanfälligen Federn oder Fall- bzw. Kippgewichte verwendet. Filigrane Gelenke, instabile Gestänge, überbeanspruchte Düsen und dergl. sind ebenfalls nicht vorhanden.

Überhaupt erfolgte die gesamte Dimensionierung nach dem Grundsatz, u.a. interne Strömungsgeschwindigkeiten so gering wie möglich zu halten, was bei Produktförderung auch den Vorteil hat, dass kein Entmischen eintritt.

 

Jahrzehnte im Einsatz befindliche VOIGT-Heber® bestätigen dies immer wieder neu.

 


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Welche Leistungsbereiche werden durch einen VOIGT-Heber® abgedeckt?

 

Der VOIGT-Heber® wird in 8 verschiedenen Typen im Leistungsbereich von 1,2 m³/h bis 15
 m³/h hergestellt. Parallelschaltungen mehrerer VOIGT-Heber® für höhere För-derleistungen sind problemlos möglich.

 


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Warum besitzt der VOIGT-Heber® keine Wasserstandsanzeige?

 

In der Tat gibt es Konkurrenzerzeugnisse, die noch mit Glaswasser-standsanzeigern ausgerüstet sind. Deren Sinn kann allenfalls sein, die ständigen Niveauänderungen im Arbeitsraum beobachten zu wollen, worin ein praktischer Nutzen allerdings nicht erkennbar ist.

 

Ob ein Heber tatsächlich arbeitet, kann man jederzeit am Manometerausschlag feststellen- dies auch, wenn tatsächlich einmal eine Störung vorliegen sollte.

 

Erfahrungsgemäß werden derartige Wasserstandsgläser sehr leicht beschädigt, wobei Verbrühungsgefahren durch austretende heiße Medien eintreten können.

 

Aus diesen Gründen besitzt der VOIGT-Heber® keine direkte Wasserstandsanzeige, die allerdings auf Wunsch dennoch lieferbar ist.

 


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Wie ist der Inhalt eines Sammelbehälters zu dimensionieren?

 

Ein Sammel- oder Pufferbehälter dient zunächst einmal dazu, alle ankommenden Kondensatleitungen aufzunehmen, sofern sich diese nicht vorher in Sammelleitungen ganz oder teilweise zusammenfassen lassen. Daraus resultiert lediglich eine bestimmte Mindest-Baulänge des Sammlers.

 

Nach allgemeinen Erfahrungen kann der Inhalt eines Sammelbehälters auf das Zwei- bis Dreifache des Nutzinhaltes eines VOIGT-Hebers® begrenzt werden.

In Fällen, in denen das Kondensat extrem diskontinuierlich bei sehr hohen Spitzenlastschwankungen anfällt, sollten gewisse Pufferungsreserven allerdings vorgesehen werden.

 

Sammelbehälter in den extremen Dimensionen von Pumpenanlagen entfallen generell.

 

Beim VOIGT-Heber® werden Sammelbehälter für die einzelnen Typen mit einem Inhalt von zwischen 80 und 800 l vorgeschlagen.

 


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Welche Zertifikate gehören zur Lieferung eines VOIGT-Hebers®?

 

Der VOIGT-Heber® wird nach den Regelwerken der Druckgeräterichtlinie (97/23/EG) oder ASME (oder anderen internationalen Vorschriften, wie z.B. IBR) hergestellt, berechnet, vorgeprüft und vom TÜV  einer Einzelendabnahme unterzogen.

 

Die Dokumentationen entsprechen demzufolge grundsätzlich allen jeweils aktuellen nationalen oder internationalen Vorschriften des Druckbehälterbaus und gehören in Form und Umfang einschl. der Werkstoffatteste standardmäßig generell und ohne Aufpreis zum Lieferumfang.

 


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Was sind die Vorteile eines VOIGT-Hebers gegenüber Pumpenanlagen?

 

Üblicherweise arbeiten Pumpenanlagen diskontinuierlich, d.h. die Pumpen fördern aus sehr großen Sammelbehältern zwischen einem maximalen und minimalen Behälterwasserstand in vorbestimmten Intervallen. Um die Schalthäufigkeit der Pumpen in Grenzen zu halten, werden die Sammelbehälter meist noch erheblich überdimensioniert.

 

Dadurch entstehen nicht nur höhere Anschaffungskosten und erhöhter Platzbedarf, sondern es ergeben sich für das Kondensat auch lange Verweilzeiten, wodurch eine unerwünschte Abkühlung eintritt.

 

Schaltet sich die Pumpe ein, werden in einem Zug Maximal-Kondensatmengen in die Nachfolgesysteme gefördert, die diese Mengen oft nicht optimal verarbeiten bzw. aufnehmen können – es sei denn, man verwendet in Ausnahmefällen geregelte Pumpen.

 

Kondensate stehen meist unter höheren Temperaturen, wogegen Pumpen anfällig sind und bei Kavitation zerstört werden können.

 

Diese Nachteile kennt man bei einem VOIGT-Heber® nicht.

 

Das Kondensat wird über die gesamte Betriebszeit kontinuierlich aus dem sehr kleinen Zwischenbehälter entnommen und den Folgesystemen ebenso kontinuierlich zugeführt. Temperaturgrenzen sind dabei nicht zu beachten (Standard 300°C), Kavitation ist ausgeschlossen.

 

Da der VOIGT-Heber® völlig wartungs- und pflegefrei arbeitet, liegen die Vorteile auf der Hand – dies vor allem auch durch den vollautomatischen Betrieb ohne Elektrik oder Elektronik und durch die langjährige und extrem hohe Zuverlässigkeit bzw. Standfestigkeit und Verfügbarkeit.

 

Die unkomplizierte und einfache Bauweise unter Verzicht auf Regel- oder Steuereinrichtungen wirkt sich nicht nur auf die Anschaffungskosten aus, sondern auch auf die Betriebskosten, die bei einem VOIGT-Heber® praktisch bei Null liegen.

 

Sehr wesentlich ist, dass der ölfreie Arbeitsdampf dem System voll erhalten bleibt, d.h. von einem minimalen Energieverbrauch auszugehen ist.

 


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Warum ist ein VOIGT-Heber® unempfindlich gegen hohe Temperaturen?

 

Der VOIGT-Heber® besitzt keine mechanischen oder speziell abgedichteten Bauteile, die engen Toleranzen unterworfen sind.

 

Ebenso entfallen filigrane Hebelgebilde mit störanfälligen Umlenkungen sowie ermüdende Federn oder Kipp- bzw. Fallgewichte mit besonderer Lagerung.

 

In der Standardausführung ist der VOIGT-Heber® für eine Betriebstemperatur von 300 °C bei -1 bis 25 bar
ausgelegt, d.h. er ist für den Kondensatbereich auch aufgrund der verwendeten Werkstoffe als voll industrietauglich einzustufen.

 


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Wo sind die Einsatzgrenzen eines VOIGT-Hebers®?

 

Primär orientieren sich die Einsatzgrenzen an den minimalen vorgeschriebenen Rahmenbedingungen für einen Hebereinsatz (Zulaufhöhe, erforderlicher Druck des Arbeitsmediums).
Die maximale Förderleistung eines Einzelgerätes liegt bei 8 verschiedenen Typen zwischen 1,2 und 15
 m³/h. Bei hohen Förderleistungen ist es allgemein sinnvoll, aus Platzgründen die Anzahl der parallel geschalteten Geräte auf 2 oder 3 Stck. je An-fallstelle zu begrenzen.
Der maximale Kondensatanfall soll jedoch höchstens bei 70 % der angegebe-nen Förderleistung liegen – zumindest soll der nächstgrößere Hebertyp zu wählen oder es muss eine Doppelanlage verwendet werden.
 

 


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Warum empfiehlt sich der VOIGT-Heber® besonders im Anlagenbau?

 

Betrachtet man eine Pumpenanlage, so sind bei deren Aufbau unterschiedliche Gewerke und Lieferanten erforderlich, wodurch zusätzlicher Planungs-, Montage-, Koordinierungs- und Inbetriebnahmeaufwand entsteht. Analog wirkt sich das negativ auf die Übersichtlichkeit der Anlage und den Umfang der Dokumentationen und nicht zuletzt auf alle Fragen der Gewährleistung aus.

 

Generell werden auch im Anlagenbau selbsttätige technische Abläufe angestrebt, die im Sinne von Automatisierung die Verwendung umfangreicher und meist komplizierter sowie wartungsintensiver Technik erfordert, die zudem störanfälliger ist und zu deren Montage Spezialpersonal unterschiedlicher Art benötigt wird.

 

Dies wirkt sich auch beim späteren Betreiber analog aus, der nicht selten auch durch umfangreiches Training zunächst qualifiziert werden muss.

Bei der Errichtung komplexer Anlagen entsteht auch ein höherer und damit kostenintensiverer Aufwand.

 

Bei herkömmlicher Bauweise lässt sich in vielen Fällen auch keine angestrebte Automatisierung der technischen Abläufe erreichen. Vermeidbare Kompromisse sind die Folge.

 

Dagegen stellt der VOIGT-Heber® bereits in seiner Grundkonzeption eine in sich abgeschlossene und vor allem vollautomatisch arbeitende Anlage dar, die keiner zusätzlichen Steuerung oder Regelung bedarf und keine weiteren Gewerke benötigt.

 

Diese sehr erhebliche Reduzierung der technologisch bedingten Komponenten auf ein funktionelles Einzelaggregat bedeutet, dass alle vorerwähnten Problemkreise beim Einsatz eines VOIGT-Hebers® nicht relevant sind und somit von einem Optimum an Anlagentechnik mit allen Begleiterscheinungen ausgegangen werden kann.

 

Zieht man auch die günstigen Gebrauchseigenschaften des VOIGT-Hebers® mit in Betracht, ergibt sich eine hervorragende Empfehlung, den VOIGT-Heber® gerade im nationalen und internationalen Anlagenbau bevorzugt dort einzusetzen, wo Kondensate und Prozessfluide unter gegebenen Einsatzbedingungen anfallen.

 


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Warum wird für den VOIGT-Heber® kein liegender Arbeitsbehälter verwendet?

 

Eine professionelle Kondensattechnik soll technisch und wirtschaftlich auf einem Optimum beruhen.

 

Bekanntlich benötigen alle Heber-Fabrikate eine Zulaufhöhe, die jedoch so gering wie möglich gehalten werden soll.

Unrealistische Angaben bezüglich extrem geringer Zulaufhöhen, durch die nicht selten praktisch die physikalischen Gesetze außer Kraft gesetzt würden, stellen ein untaugliches Verkaufsargument dar. Dauerstörungen, Fehlfunktionen und Anlagenausfälle sind die Folge, die nicht zuletzt dem Ruf der Heberphilosophie ernsthaft schaden.

Um die Zulaufhöhe zu verringern, werden bei einigen Heberfabrikaten die Druck- bzw. Arbeitsbehälter liegend ausgeführt (Fass), womit diverse Nachteile in Kauf genommen werden.

Aus den allgemeinen Beschreibungen geht hervor, dass der zur Förderung benötigte Arbeitsdampf das zu fördernde Medium berührt und dadurch beim Beginn des Fördervorgangs ein Temperaturausgleich zwischen Kondensat und Arbeitsdampf in geringer Schichtung erfolgt.

Um den hiermit verbundenen Wärmeübergang optimal zu begrenzen, soll diese Berührungsfläche so klein wie möglich gehalten werden, was durch eine zylindrische Ausführung des Arbeitsraumes erreicht wird.

Bei einem liegend ausgeführten Arbeitsraum tritt das Gegenteil ein, d.h. durch die erheblich größere Berührungsfläche zwischen Kondensat und Arbeitsdampf wird eine größere Dampfmenge vom Kondensat aufgenommen, was zu Lasten des Dampfbedarfes und damit des Wirkungsgrades geht.

Außerdem wird das Auftreten von Dampf- bzw. Kondensatschlägen begünstigt.

Diese schädlichen Gegebenheiten werden bei einem VOIGT-Heber® berücksichtigt, d.h. die geometrische Form des Arbeitsraumes ist generell zylindrisch ausgeführt, wobei die Gehäusedurchmesser zusätzlich so gering wie möglich gehalten werden.

Außerdem sind die Gehäuseformen am Oberteil sowie die Steuerung so ausgeführt, dass der in den VOIGT-Heber® eintretende Arbeitsdampf niemals schlagartig auf das Kondensat auftreffen kann, d.h. der volle Arbeitsdruck baut sich elastisch auf.

Schläge werden dadurch vermieden, der VOIGT-Heber® und die nachfolgenden Systeme werden nicht durch Druck- bzw. Fluidstöße belastet.

 


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Muss beim Einsatz von VOIGT-Hebern® Redundanz vorgesehen werden?

 

Auch Heber sind Maschinen und auch bei bester Technik können Ausfälle niemals völlig ausgeschlossen werden.
Ein Steuerblock oder ein Schwimmer sind zwar relativ schnell gewechselt, jedoch kann während dieser Zeit eine vorgeschaltete Anlage unter Umständen nicht arbei-ten.
In solchen Fällen empfiehlt sich, zumindest zwei Heber in Redundanz vorzusehen, damit es im Störfall nicht zu einem Anlagenstillstand kommt.
Günstig wäre, wenn je Anlage ein Steuerblock und ein Schwimmer vor Ort als Reserve zur Verfügung stehen, damit jeweils ein sofortiger Austausch vorgenommen werden kann.
 


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